Wie verhält es sich mit der Mindestreserve?
Bezüglich der Mindestreserven kann unterschieden werden zwischen den gesetzlichen Mindestreserven, die den Geschäftsbanken von der Zentralbank auferlegt werden und den banktechnischen Mindestreserven, die die Geschäftsbanken aus eigenen Liquiditätsgründen als Reserve für eventuelle Barabhebungen und Bargeldbewegungen halten sollten.
Die gesetzlichen Mindestreserven (in einigen Staaten 0%, in der EU 1%, in der Schweiz 2,5%, , in der USA 10%, China 20%) sind Pflichteinlagen der Banken bei der Zentralbank/Nationalbank und gilt ausschliesslich für Banken. (Nicht zu verwechseln mit Eigenkapital-Vorschriften, welchen auch andere Unternehmen unterstehen). Die Höhe der Mindestreserve wird von der Zentralbank bestimmt, als Prozentsatz der Einlagen, welche die Kunden bei einer betreffenden Bank halten.
Die Mindestreserve wirkt unmittelbar auf die Liquiditätslage der Banken. Eine Erhöhung der Reservesätze entzieht den Kreditinstituten Liquidität, eine Senkung führt Liquidität zu. Dabei dienen die Mindestreserven theoretisch der Beeinflussung des Geldumlaufs und der Kreditgewährung, in dem die Mindestreserve die Giralgeldschöpfung beschränkt. Die Mindestreserve soll den Kreditmultiplikator der Geschäftsbanken verkleinern.
Bitte beachten Sie dazu: Warum kann die Zentralbank die Geldmenge nur sehr eingeschränkt steuern?
Bitte beachten Sie dazu: Warum kann die Zentralbank die Geldmenge nur sehr eingeschränkt steuern?
Wegen der Verzinsung der Mindestreserve wirkt sie sich nicht negativ auf die Ertragslage der Kreditinstitute aus.
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Dieses Video erläutert Mindestreserve-, Eigenkapital- und Liquiditätsvorschriften:
http://www.positivemoney.org/2013/01/how-much-money-can-banks-create/
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